Burg Egloffstein


„Orgel trifft Saxophon“ - Konzert in der Schlosskirche Egloffstein
mit Alexander Därr, Orgel und Lutz Häfner, Saxophon; Werke von Bach, Muffat, Liszt u.a. sowie Improvisationen
04.09.2011, 18.00 Uhr
Info: 09197 / 202

 

 

 

 

 

Burgführungen
Montag, 15.08., 11.00 Uhr
Sonntag, 21.08., 11.00 Uhr
Sonntag, 28.08., 11.00 Uhr
Sonntag, 04.09., 11.00 Uhr
Sonntag, 18.09., 11.00 Uhr
Anmeldung für Gruppen ab 10 Personen
unter Tel. 09197/202 oder 8780
Eintritt: Erw. 4,- Euro, Kinder 2,- Euro
Familien 10,- Euro

Adventliches Singen und Musizieren in der Schloßkirche Egloffstein
mit dem Gitarrentrio "Herdö & Co.", Egloffsteiner Burgspatzen, Gemischten Chor; an der Orgel Christina Zeitz und Mundartdichter Reinhold Schmitt.
04.12.2011 – 18.00 Uhr

 

 

 

Die Burg Egloffstein, Stammsitz der Grafen von und zu Egloffstein, liegt einmalig schön auf einer, das Trubachtal um 100 m überragenden Felsspitze, über dem terrassenförmig ansteigenden Ort. Nähert man sich der Burg jedoch von Egloffsteinerhüll, stellt man fest daß sie wesentlich niedriger als die Jurahochfläche liegt. Der Name Egloffstein läßt auf einen Gründer Egilolf schließen, an den auch die Egilolfstraße in Burgnähe erinnert, und den die Legende im 9. Jahrhundert annimmt. 1180 wird ein Henricus de Hegelofvesten erwähnt, 1358 die Stiftung einer Burgkaplanei. Die Burg wurde häufig zerstört und war nach dem 30jährigen Krieg wesentlich verkleinert. 1750 entstand an der Stelle der alten Schloßkapelle die jetzige evangelische Pfarrkirche St. Bartholomäus. Im Giebelfeld des Portals das Egloffsteinsche Wappen. Das Deckengemälde zeigt die Opferung Isaaks. Der Kanzelaltar wird flankiert von Moses und Aaron. Erwähnt sei noch eine bedeutende Künstlerin aus diesem Geschlecht, Julie Gräfin von und zu Egloffstein, die sich als Malerin einen Namen machte. 1816 kam sie nach Weimar, wo ihre Tante, die Oberkammerherrin Caroline von und zu Egloffstein, geborene von Aufseß von Schloß Heckenhof, Bis 1829 lebte sie in Weimar und genoß die enge Freundschaft und Verehrung Goethes. Später kam sie nach München und erhielt zahlreiche Aufträge aus fürstlichen Kreisen. Sie malte auch König Ludwig I. von Bayern und die Königin Therese.

Die malerische Baugruppe aus vier ungleichen Bauteilen ist weithin sichtbar. Die mittelalterliche Burg hatte früher eine größere Ausdehnung als heute. Die erste Erwähnung des Namens Egloffsveste war um 1180 - 84. Nach den Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg wurden die beiden Vorhöfe aufgelassen und zu Bauernhöfen aufgeteilt.
Der Besucher gelangt zunächst in einen Hof, der im Osten von der Pfarrkirche St. Bartholomäus und im Süden von einem Gebäude anstelle des ehemaligen "Kemmatleins" geschlossen wird. Im Norden schließen die Neue oder Lange Kemenate, der Turm, der Stallbau und im Westen ein neueres Wohnhaus an. An der Südwestecke des Hofes lag der abgegangene Kanonenturm und das ehemalige Burgtor.
Die Pfarrkirche, unmittelbar über dem Steilhang gelegen, ist ein schlichter Saalbau mit einem Ostturm. Über dem Eingangsportal mit der Jahreszahl 1750 ist in einem Segmentbogen das Wappen der Egloffstein mit dem Namen des Erbauers und weiteren Namen angebracht. Im Inneren des emporengeschmückten Gotteshauses zeigt sich ein für evangelische Kirchen der Markgrafenzeit typischer Kanzelaltar, vermutlich von dem Bayreuther Hofbildhauer Elias Räntz gefertigt.
Eine schmale Gasse trennt die Kirche von der südlichen Burgfront. Hier liegt der heutige Treppenaufgang zur Oberburg. Zwischen Kirche und "Kemmatlein" führt eine Steintreppe zum Ort (Burgsteig).
Die Burg Egloffstein ist auch heute noch im Besitz des Adelsgeschlechtes. Eine Innenbesichtigung ist ab 10 Personen nach vorheriger Anmeldung möglich.
Tel. 09197 / 8780 oder 09197 / 202

www.burg-egloffstein.de