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Burg Wolfsberg dürfte vermutlich um die Mitte des 12.
Jahrhunderts entstanden sein. Dies könnte auch schon der
Name andeuten, da viele Burgennamen in der
Zusammensetzung mit ritterlichen Symbolfiguren und der
Endung "-berg", "-fels" oder
"-stein" in etwa auf diese Erbauungszeit
hinweisen. Im Jahre 1160 benannte sich zum ersten Mal ein
adeliger Ritter nach Wolfsberg. Es war Gozpold von
Wolvesperch, der dem edelfreien Geschlecht derer von
Gößweinstein entstammte. Um 1240 ging die Burg
vermutlich durch Heirat in den Besitz des Eberhard von
Stein über. 1320/22 nennt sich ein Konrad Graf nach
Wolfsberg. Nach dessen Tod um 1333 dürfte Wolfsberg dann
durch Kauf an die Herren von Egloffstein gekommen sein.
Verschiedene kriegerische Auseinandersetzungen
(Süddeutscher Städtekrieg, Bauernkrieg, 30-jähriger
Krieg) brachten der Burganlage schwere bauliche Schäden.
Bereits 1883 mußten verschiedene Mauerteile infolge
Einsturzgefahr abgetragen werden. Eine aufwendige
Sanierung durch die Gemeinde Obertrubach in den Jahren
1985 bis 1987 führte schließlich zu heutigen
Erscheinungsbild der Ruine Wolfsberg. Die Anlage ist
heute herrenlos. Ergänzend sei noch auf zwei weitere zur
ehemaligen Burganlage gehörende Einrichtungen
hingewiesen, die sich am rückseitigen Hang der Ruine
befinden: Der Burgkeller eine eiserne Gittertür
erlaubt einen Blick in die gewölbten Kellerräume sowie
der sog. Burgbrunnen, in dem sich nach lang anhaltenden
Regenfällen immer noch Wasser in der Brunnenstube
sammeln kann. Erbaut auf einem Felsmassiv hoch über dem
gleichnamigen Ort am Hang des Trubachtales bietet sich
dem Besucher trotz des teils beschwerlichen Anstiegs ein
faszinierender Ausblick auf das sich hier aufweitende Tal
der Trubach. |