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Schloss
Hundshaupten präsentiert sich heute als malerische, vom Barock geprägte
Anlage, deren mittelalterlicher Ursprung jedoch durch das trutzige
Untergeschoß mit seinen Schlitzfenstern deutlich erkennbar ist. Auch der
vierflügelige Baukörper, der sich um einen trapezförmigen Arkadenhof
gruppiert, birgt im Kern noch Reste der beiden mittelalterlichen Kemenaten,
Relikte einer weitläufigen Burganlage, deren Ausdehnung sich bis heute im
umgebenden Gelände widerspiegelt.
Der Zugang erfolgt vom sog. Forsthaus über den Bereich der ehemaligen Vorburg
und eine Bogenbrücke, die den Halsgraben überwindet und - ursprünglich von
einem Turm geschützt - ins Innere überleitet. Im Erdgeschoss besticht neben
der Schlosskapelle St. Anna vor allem der von Arkaden umgebene Innenhof, der
im Sommer eine reizvolle Kulisse für musikalische Veranstaltungen bietet. Die
repräsentativen Räumlichkeiten im oberen Stockwerk wiederum beeindrucken
besonders durch ihre nahezu vollständige Ausstattung, die anschaulich das
Leben einer fränkischen Adelsfamilie auf ihrem Landsitz schildert und dabei
auch Aspekte des bäuerlichen Lebens nicht außer Acht lässt.
Zu diesem atmosphärisch dichten Bild tragen schließlich auch die
umfangreichen Sammlungen bei, die von Möbeln, Gemälden, Grafiken, Waffen,
Porzellan und Fayencen bis hin zu religiöser Volkskunst reichen. Sie
dokumentieren in beeindruckender Art und Weise die Sammelleidenschaft und des
Kunstverständnis der Freiherrn von Pölnitz und
runden damit den faszinierend lebendigen Eindruck ab, den Schloss
Hundshaupten bei seinen Besuchern hinterlässt.
1369 - Urkundliche Ersterwähnung, als Heinrich von Wiesenthau Hundshaupten
dem Bistum Bamberg zu Lehen aufträgt.
1661 - Das Kloster Michelsberg veräußert das Rittergut an Hieronymus
Christoph von Pölnitz
1943 - Götz von Pölnitz ist Alleineigentümer von
Hundshaupten
1991 - Gudila von Pölnitz
schenkt den Besitz Hundshaupten dem Landkreis Forchheim
1995 - Mit einem Konzert der Bamberger Symphoniker übergibt Landrat Ammon das
Schlossmuseum Hundshaupten der Öffentlichkeit
Seit 2005 im Eigentum des Freiherrn Heinrich von Pölnitz.
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