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Der Sage nach soll der Königsknabe Heinrich IV entführt und in Obertrubach wieder gefunden worden sein. Aus Dankbarkeit soll dann die Kirche gebaut worden sein. Das Jahr, in welchem die Kirche gebaut worden ist, ist gänzlich unbekannt. Die Kirche selbst ist aus drei Teilen zusammen gesetzt. Der älteste und wohl zuerst erbaute Teil ist der Chor, der im gotischen Stil gehalten und wahrscheinlich eine Kapelle war. Einer Urkunde aus dem Jahre 1544 ist zu entnehmen, dass Ernst von Wichsenstein, Amtmann zu Leienfels, und Georg von Egloffstein zu Obertrubach eine Sammlung zum Wiederaufbau der "in verrückten Zeiten", d.h. wohl im Bauernkrieg, zerstörten Kirche zu Obertrubach genehmigten. Der Gemeinde wurde damit die Erlaubnis erteilt, milde Gaben sammeln zu dürfen, um so mehr, als es eine arme Gemeinde sei. Später, vermutlich zwischen 1590 und 1601, wurde das Schiff der Kirche angebaut, der Hochaltar und wahrscheinlich auch die Seitenaltäre aufgestellt. Im Jahre 1624 werden als Patrone St. Laurentius und St. Querinus genannt. Das Patrozinium kommt nur einmal, nämlich in Obertrubach als Nebenpatronat zu Laurentius vor. Es könnte aber leicht sein, dass es in jener Zeit schon früh eine Stätte gefunden hat; mit Tegernsee, dessen Hauptpatron Quirinus war, stand die Eichstätter Kirche, nahe deren Gebiet Obertrubach vor der Gründung des Bistums Bamberg lag, in Gebetsverbrüderung. Der Wiederaufbau der Kirche wurde 1657, 1658 durch Pfarrer Wolfgang Joh. Winkler vollendet. 1830 - das
Schiff wird durch einen weiteren Anbau verlängert Im Spätsommer 1952 wurde unter tatkräftiger Mithilfe der Pfarrkinder das schwer schadhaft gewordene Kirchendach ausgebessert. Da die Kirche wieder zu klein wurde, entschloss man sich 1954 zu einem Abbruch; 1955 wurde eine große moderne Kirche errichtet, die heutige Pfarrkirche. Der Bau erfolgte nach Plänen des Architekten Dr. Leonhardt aus Nürnberg. Nur der achteckige Turm aus dem 17. Jahrhundert blieb stehen. Von den drei Barockaltären der alten Kirche wurden nur Einzelfiguren in die moderne Ausstattung übernommen. |
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Das heutige
Aussehen verdankt die Pfarrkirche einer Generalrenovierung in den Jahren 1991
bis 1993. Neben der Neueindeckung des Kirchendaches und weiterer notwendigern
Außenarbeiten wurde eine Innenrestaurierung durchgeführt. Der Altarraum wurde
mit einem neuen Volksaltar sowie der Kreuzigungsgruppe umgestaltet. Die
Muttergottesfigur mit dem Jesuskind und die Figur des hl. Josef wurden zur
Gruppe der Heiligen Familie zusammengefügt. Taufstein und Tabernakel wurden
ebenfalls erneuert, dazu der gesamte Bodenbelag und die Kirchenfenster. Am 3. Oktober 1993 konsekrierte der Bamberger Erzbischof Dr. Elmar Maria Kredel den neuen Volksaltar mit Tabernakel und Ambo.
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