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Johannisfeuer

Sommerfest rund um den Johannestag, den 24. Juni

24. Juni - Johannistag Johannisfeuer

Früher Sonnwendfeuer jetzt Johannisfeuer, werden um den Johannistag, den Geburtstag des hl. Johannes, den 24. Juni abgebrannt.

Der Johannistag ist die Sommersonnenwende, der längste Tag und die kürzeste Nacht des Jahres.

Dem Volksglauben nach sollte das Johannisfeuer Dämonen abwehren, die Krankheiten hervorrufen und Viehschaden bewirken.

Am Johannistag, dem 24. Juni, ziehen die Kinder durch das Dorf und singen ihr Bittlied...

Feuer, Feuer übern Grobn,
Holz wolln wir zusammentrogn,
fürs Johanisfeuer,
Holz des is net teuer.
Sitzt a alte Frau im Haus
langt a Scheitla Holz uns raus.
Frau, Frau bleib nur drinnen,
Holzstoß wern mir selber finden.
Bauer häng Dein Pudl an,
dass er uns net beißen kann.
Beißt er mich verklag ich dich
1000 Taler kostets Dich....

und sammeln Holz für das Johannisfeuer.

Nicht jeder kann einen einsturzsicheren Holzstoß schlichten. Obenauf kommt ein Fichtenbäumchen, mit Bändern schmückt. Bei Einbruch der Dunkelheit entzünden alle Kinder die Reisigbündel, die in den Holzhaufen eingebaut worden sind.
Ein Johannisfeuer darf nicht ausgeläscht werden, es muss von selbst ausbrennen. Mancherorts springen die Jugendlichen über die niederbrennenden Holzklötze.

Das Feuer ist auch mit Reinigungs- und Fruchtbarkeitsriten verbungen:
Es heißt, dass das Paar, das gemeinsam darüberspringt, ohne sich irgendwo zu versengen, wird übers Jahr heiraten.
Der Sprung sollte auch als Schutz vor Hexen und Geistern gelten.

Das Johannisfeuer ist ein Brauchtumsfest für den ganzen Ort, für Groß und Klein. Beim Johannisfeuer gibt es gute Stimmung, Gegrilltes und Getränke.Früher wurden die Johannisfeuer auf der Burgruine in Bärnfels abgehalten. Hier waren Sie am eindruckvollsten.